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Heikki Kilpeläinen
Stand Juli 2015

Der Bariton Heikki Kilpeläinen begann schon neben dem Technikstudium seine musikalische Ausbildung. Nach dem Abschluss als Diplom-Ingenieur setzte er seine Gesangsstudien an der Sibelius-Akademie in Helsinki fort. Seine Lehrer waren dort u.a. Sauli Tiilikainen, Tom Krause und Martti Talvela. Während der Studienzeit wurde er bei verschiedenen finnischen Gesangswettbewerben mit Preisen ausgezeichnet.1993 trat er ins Opernstudio der Züricher Oper ein. Bereits vier Monate später erhielt er sein erstes Festengagement am Bremer Theater für die Spielzeit 1994.

In Bremen entdeckte er für sich die moderne Oper. Er sang die Partie des "Ich" in "Leben mit dem Idioten" von Alfred Schnittke und die Titelpartie des Jakob Lenz von Wolfgang Rihm. Eine seiner ersten klassischen Rollen an der Bremer Oper war der Sharpless in Puccini's "Madama Butterfly". Aus dieser Produktion entstand 1998 eine Gesamtaufnahme auf CD mit Heikki Kilpeläinen. 1997 folgte das Engagement an der Oper Bonn, wo er Hauptpartien in verschiedenen Verdi-Opern und den Grafen in Mozarts "Hochzeit des Figaro" interpretierte. Von 2000 bis 2009 war Heikki Kilpeläinen Ensemblemitglied an der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf/Duisburg. Auch hier wirkte er an Ur- und Erstaufführungen mit, beispielsweise 2004 in der Rolle des Alsemero in der Uraufführung der deutschsprachigen Oper "Vipern" von Christian Jost.

Sein Repertoire umfasst etwa 60 Rollen aus Oper, Operette und Musical. Dort finden sich neben bekannten klassischen Komponisten auch modernere wie Battistelli, Gilbert/Sullivan, Prokofjew, Rautavaara und Trojahn. In Deutschland gastierte er an vielen großen Häusern und ist daneben immer wieder in Finnland aufgetreten. An der Helsinki Oper war er 2005 als Mandryka in Arabella und bei dem Savonlinna Opera Festival 2009 als Sharpless in ”Butterfly” und 2012 als Opern­direktor Luigi in der Welturaufführung der Oper ”La fenice” zu erleben. An der Genfer Oper wirkte er 2010 in "Lulu" mit und war 2011 dort als Pantalone in "L'Amour des trois oranges" von Prokofjew zu sehen.

Dem Lied- und Oratoriengesang blieb Heikki Kilpeläinen aktiv verbunden. Zahlreiche Auftritte mit dem Rheinischen Kammerchor Köln, mit dem er zuletzt 2008 in der Kölner Philharmonie in den Oratorien "Messias" und "Elias" auftrat, sowie sein Einsatz in der Matthäus-Passion mit dem Cantores Minores Chor aus Helsinki im Frühjahr 2010 und 2012, zeugen davon.

Seit der Spielzeit 2010/2011 ist Heikki Kilpeläinen als Ensemble-Mitglied am Staatstheater Mainz tätig. Dort gab er seine Rollendebüts in der Titelpartie der Szymanowski Oper "König Roger" und als Sebastiano in der "Tiefland"-Inszenierung von Katharina Wagner. Es folgten die Rollen des Kurwenal in "Tristan und Isolde" und Renato in Verdis "Un ballo in maschera". In der Spielzeit 2012/2013 sang er den Feldmarschall Dörfling in Henzes ”Der Prinz von Homburg” und die Titelrolle in Tschaikovskis ”Eugen Onegin”. Für seine Interpretation des Macbeth in der gleich­namigen Verdi Oper wurde Heikki Kilpeläinen in der Zeitschrift ”Opernwelt” als Sänger des Jahres nominiert. Im 2014 gab er als Debüt den Germont in Verdis ”Traviata” und hat z.B. auch die Titelpartie von Mozarts ”Don Giovanni”, ebenso wie den Ratefreund in Braunfels´ ”Die Vögel” verkörpert. In 2015 debütierte er mit großem Erfolg als Beckmesser in Wagners ”Die Meistersinger von Nürnberg” und wirkt auch wieder im Savonlinna Opera Festival mit, diesmal als Schtschelkalow in ”Boris Godunov”.